Polemik –
„Platzverweis für Polizisten“

Als Staatschützer vor drei Wochen mit Hilfe eines SEKs in Berlin die Wohnungen mehrerer Antifas stürmten, hinterließen die Beamten einem abwesenden Bewohner einen handschriftlichen Brief – wie sich später herausstellte, waren diese anonymen freundlichen Grüße jedoch nur Teil eines fadenscheinigen und bisweilen erfolglosen Versuches, seiner habhaft zu werden und ihn zu einer DNA-Entnahme zu nötigen.

Vor einigen Tagen tauchten an besagter Wohnung abermals Polizisten auf. Ob gezielt aufsuchend oder zufällig, ward nicht überliefert. Nur dass sie sich an einer noch immer schwer lädierten Wohnungstür zu schaffen machten, um sich kurz darauf lauthals zu echauffieren, dass ihnen dabei folgendes in die Hände fiel:

Text

Ob aus Empörung, mit ihren polizeilichen Allmachtsphantasien an Grenzen zu stoßen, oder aus Verlegenheit, mit den Folgen der eigenen Berufspraxis derart ungeschminkt konfrontiert zu werden, ist nicht überliefert: Türen Einschlagen, in Wohnungen eindringen, Nachbarn verängstigen und Polizeistaat spielen. Dazu sagen wir erstmal nur folgendes: Wenn es wieder heißt: Ganz Berlin hasst die Polizei braucht ihr nicht weinen, denn: Niemand muss Bulle sein!